MacBook 12 Test

Wie die meisten Apple-Produkte, ist auch das aktuelle Macbook 12 Zoll zum Lifestyle-Artikel avanciert. Doch was kann das stylische Laptop wirklich? Welche Vorteile hat das aktuelle Apple-Modell, und mit welchen Nachteilen muss man leben, wenn man sich für das Highend-Produkt entscheidet? Wir zeigen es Ihnen im Macbook Test.

macbook_12-testDesign

macbook-12Bereits ein flüchtiger Blick auf den Laptop zeigt, dass die Marke Apple Maßstäbe setzt, wenn es um stilvolle elektronische Geräte geht. Wer bereits mit seinem Vorgänger, dem Macbook Air, gearbeitet hat, erkennt zwar die Handschrift des herkömmlichen Apple-Designs wieder, kann sich aber gleichzeitig darüber freuen, dass das 12 Zoll Macbook sogar noch kleiner, dünner und damit noch handlicher als sein Vorgänger-Modell ist. Dies liegt nicht nur an dem um ein Zoll verkleinertem Display, sondern auch an einer kompakteren Tastatur sowie an einem insgesamt dünneren Korpus. Zudem wurden Schnittstellen für externe Geräte reduziert. Das Gerät wiegt nun gerade einmal 920 Gramm. Es hat eine Länge von 28,05 cm und ist 19,65 cm tief; im zugeklappten Zustand ist das Laptop an seiner dicksten Stelle nur sagenhafte 13,1 Millimeter dünn. Seine ganze Verarbeitung wirkt sehr hochwertig, das Aluminiumgehäuse ist dennoch stabil und auch gut zu reinigen.

Das Macbook ist in drei Farben erhältlich: Gold, Silber sowie Grau. Apple wäre nicht Apple, wenn nicht jeder dieser Farbgebungen äußerst stimmig und edel wirken würde, dennoch ist die Auswahl der Farbe vor allem Geschmacksache. Auf den Preis hat die Farbe keine Auswirkung: Jedes Modell ist gleich teuer. Eine weitere Änderung im Vergleich zum Vorgänger, die bei manchem Apple-Fan Beklemmung ausgelöst haben dürfte, doch keine Auswirkungen auf die Funktionalität des Laptops hat: Anders als früher, leuchtet nun das Apple-Logo, das auf der Rückseite des Displays mittig angebracht ist, nicht mehr, wenn der Laptop in Betrieb ist.

macbook-trackpad-Mit dem Force Touch Trackpad stattet Apple das aktuelle Macbook mit einem sehr praktischen Feature aus: Durch einen „kräftigen Klick“ auf das Touchpad erweitern sich bei verschiedenen Apps die Bedienungsmöglichkeiten. So kann im Browser durch einen Klick auf ein Wort in einem Text eine Suche gestartet werden, bei der ein automatisch erscheinendes Pop-Up im Fenster wichtige Informationen anzeigt, ohne dass man den Tab wechseln müsste. Welche Stärke für den „kräftgen Klick“ aufgewandt werden muss, dass können Anwender in den Systemeinstellungen selbst festgelegen. Grundsätzlich ist dieses neues Feature äußerst nützlich und macht die Bedienung von vielen Programmen noch einfacher. Das Touchpad ist, wie bei Apple üblich, mittig unterhalb der Tastatur eingelassen. Es macht einen hochwertigen Eindruck.

Wer bereits mit dem Vorgängermodell gearbeitet hat, erkennt sofort, dass sich die Tastatur vom 12 Zoll Macbook anders anfühlt als jene beim Macbook Air. Sie ist flacher und kompakter; das liegt am neuen Mechanismus, den Apple für die Tasten entwickelt hat. Weiterhin gibt es die Hintergrundbeleuchtung der einzelnen Tasten, was es auch bei Dunkelheit ermöglicht, am Laptop zu arbeiten. Das Schreibgefühl ist angenehm, denn die Tasten geben bei Aktivierung genug Rückmeldung. Die Tastatur ist breit genug, um immer noch den notwendigen Komfort bei der Bedingung anzubieten. Wer jedoch relativ große Hände hat, sollte vor dem Kauf zunächst testen, ob ihm die Tastatur genügt. Einen Unterschied zum Macbook Air wird man definitiv bemerken, immerhin ist das aktuelle Modell doch deutlich kleiner als sein Vorgänger.

Die ein oder andere Kaufentscheidung für ein Macbook dürfte an seinem Design liegen – durchaus legitim, wenn auch die anderen Attribute des Laptops stimmen. Im folgenden erfahren Sie mehr zu diesen.

Display

macbook-test-retina-Bereits seit 2010 verfügen iPhones über Retina-Displays. Die hauseigene Apple-Innovation ermöglicht eine brillante Auflösung, bei der so hohe Pixeldichten erreicht werden, dass einzelne Pixel nicht mehr zu sehen sind. Keine Frage, dass die Entwickler auch das aktuelle Macbook mit dieser unübertroffenen Technologie ausstatten. Sie ist hier mit einer Full HD Auflösung vergleichbar: Eine Auflösung von 2304 x 1440 Pixeln bei 226ppi bietet gestochen scharfe Bilder in bester Qualität. Darüber hinaus werden skalierte Auflösungen von 1440 x 900px, 1280 x 800px sowie 1024 x 640px unterstützt. Zwar ist der Bildschirm bei dem aktuellen Modell glänzend und nicht mehr matt, trotzdem treten bei Retina-Displays unter kaum einem Blickwinkel Farbverfälschungen oder gar Spiegelungen auf. Eine gestochen scharfe Farbwiedergabe sowie die hohe Auflösung macht es zum Vergnügen, das Laptop zum Ansehen von Fotos und Filmen zu machen. Wer einmal mit Retina-Display arbeitete, der will nicht mehr zurück.

Akku

Ein weiterer Vorteil, den man den Apple-Laptops immer wieder zuschreibt, ist die Langlebigkeit des fest in das Gehäuse verbauten Akkus. Laut Angaben des Herstellers kann man mit dem neuesten Macbook bis zu neun Stunden lang im Internet surfen, ohne es aufladen zu müssen. So übertrieben oder unrealistisch solche Herstellerangaben oft sind: Hier ist Apple ehrlich, Anwender bestätigen die lange Akkulaufzeit. Somit beweist der Macbook 12 Zoll ein weiteres Mal, dass er gut für das mobile Arbeiten geeignet ist. Auch die Langlebigkeit der Akkus aus dem Hause Apple ist vielerorts bereits bestätigt worden. Die Mac-Software bietet die Möglichkeit, den Akku regelmäßig zu kalibrieren, was seine Lebensdauer verlängern soll. Bei einem Fachhändler ist der Austausch eines kaputten Akkus möglich.

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Hardware

Doch nun zu den inneren Werten des Highend-Laptops. Beginnen wir bei dem Prozessor, das Herzstück eines jeden Computer. Auf dem Markt erhältlich ist die Ausstattung mit zwei verschiedenen CPUs: Die Ausstattung mit einem 1,1 GHz und einem 1,2 GHz Prozessor ist möglich. Alle CPUs haben Intel Core M Prozessoren. Gerade das 1,2 GHz-Modell bietet schon einiges, was die Prozessoren-Leistung anbelangt. Trotzdem muss deutlich gesagt werden, dass das Macbook 12 Zoll im Macbook Test nicht für die ganz großen Rechenoperationen gemacht ist, wie sie beispielsweise bei der Video- oder Bildbearbeitung anfallen. Für alltäglich Arbeiten am Laptop ist die Prozessorausstattung aber natürlich ausreichend, insbesondere wenn man sich für die 1,2 GHz-Version entscheidet. Preislich macht diese einen Unterschied. Wer also das Laptop nur benötigt, um damit beispielsweise Serien zu sehen, zu surfen oder die Textverarbeitungsprogramme benutzen möchte, dem genügt tatsächlich sogar die 1,1 GHz-Version. Beide Versionen kommen mit einem Arbeitsspeicher von acht GB – nicht klein, aber natürlich ist auf dem Markt in diesem Bereich auch deutlich mehr Leistung zu erhalten. Die Frage ist eben, ob ein Anwender dieser auch benötigt. Da bereits zwischen 1,1 GHz 1,2 GHZ-Version des Laptops ein großer Preisunterschied liegt, ist dieser Punkt bei der Kaufentscheidung sicher nicht unerheblich.

 

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Die Intel Core M Prozessoren benötigen lediglich eine passive Lüftung – somit braucht das aktuelle Macbook keinen Lüfter und damit entfallen jegliche Betriebsgeräusche. Auch die Festplatte bleibt ruhig, denn sie nutzt die innovative SSD-Technologie.

Bei der Festplatte können sich Anwender zwischen einer 256 GB und einer 512 GB großen SSD-Festplatte entscheiden. Die SSD-Technologie führt zum einen dazu, dass das Gerät – anders als bei einer mechanischen Festplatte – im Betrieb keinerlei Geräusche von sich gibt. Zum anderen ist der SSD-Standard sehr leistungsstark und schnell, da sie nicht durch ein optisches Laufwerk funktioniert, sondern mit einem Chipsatz ausgestattet ist. Das ist auch der Grund, wieso SSD-Festplatten weitaus störanfälliger sind und auch Erschütterungen überstehen: Der Chipsatz kann nicht so leicht kaputtgehen, wie ein optisches Laufwerk. Was die Größe angeht, sollten beide Modelle für ein Laptop ausreichend sein. Durch eine externe Festplatte oder die Cloud – die Apple jedem Mac-User zur Verfügung stellt – kann hier noch entsprechend nachgerüstet werden, sofern dies irgendwann einmal notwendig ist.

Auch eine Webcam besitzt das Macbook-Modell. Die Qualität ihrer Bilder ist im Vergleich zu anderen Macbook-Versionen allerdings weniger gut. Für Skype-Telefonate und Schnappschüsse reicht es allemal, trotzdem sind Anwender hier von Apple besseres gewohnt: Während in das Macbook Air eine 720p-Kamera eingebaut ist, gibt es hier mit einer 480p-Version eine deutlich schlechtere Auflösung. Bei schlechten Lichtverhältnissen ist diese Kamera leider wenig brauchbar.

macbook12-testDer vielleicht gravierendste Vorwurf der Kritiker an das aktuelle Macbook: Es hat nur eine einzige Schnittstelle, und zwar einen USB-C-Anschluss. Dieser hat die selbe Funktion, wie ein herkömmlicher USB-Anschluss, ist jedoch deutlich kleiner gestaltet – und kann damit auch nur besondere USB-Anschlüsse aufnehmen. Ein herkömmlicher USB-Stick beispielsweise ist bereits zu groß. Es wird hier ein entsprechender Adapter benötigt, der relativ kostspielig ist: Einen Adapter für den regulären USB-Anschluss gibt es bereits für 25 Euro, während ein Adapter für einen externen Monitor beinahe 100 Euro kostet. Da es, wie man es sonst von Macbooks kennt, hier keinen Thunderbolt-Anschluss gibt, können auch externe Monitoren und anderes Zubehör eben nicht über den herkömmlichen Weg angeschlossen werden die alten Adapter sind nicht mehr einsatzfähig. Ebenfalls ein kleines Manko: Da auch das Aufladen über den USB-Zugang erfolgt, kann nicht gleichzeitig aufgeladen und ein externes Gerät mit dem Laptop bedient werden. Und einen weiteren Wermutstropfen gibt es beim USB-C-Anschluss: Dieser verfügt nicht über Apples innovative SafeMag-Technologie, die den Anschluss mit dem Laptop durch eine magnetische Verbindung realisiert – in der Praxis bedeutet dies: Wer über das Kabel stolpert, der muss damit rechnen, dass das Laptop nicht vom Aufladekabel getrennt wird und dann beim Hinunterfallen beschädigt werden kann. Sicher sind die beiden erwähnten Nachteile kein großes Problem. Auch dass es nur einen Anschluss für externe Geräte gibt, ist im Alltag zu verkraften. Für Anwender jedoch, die ihren Laptop regelmäßig an verschiedene externe Geräte anschließen, um beispielsweise Fotos von der Kamera zu transferieren, könnten die wenigen Anschlüsse auf lange Sicht zumindest zum Störfaktor werden.macbook-12_test

Vor- und Nachteile

MacBook-12-TestDefinitiv von Vorteil ist die Leichtigkeit und Kompaktheit des Geräts. Für Menschen, die ihren Laptop regelmäßig unterwegs benutzen wollen und an verschiedenen Arbeitsplätzen einsetzen möchten, ist das Macbook mit 12 Zoll sicher die beste Wahl. Der Macbook Test hat auch ergeben, dass die Akkulaufzeit einem langen Arbeitstag entsprechen kann, womit das Gerät sich ein weiteres Mal für die mobile Nutzung empfiehlt. Für die herkömmliche Nutzung, die sich beispielweise in der Anwendung der mitgelieferten Textverarbeitungsprogrammen erschöpft, ist auch die Rechenleistung des Computers mehr als ausreichend. Wer rechenintensive Arbeiten durchführen möchte, ist sicher mit einem leistungsstärkeren Laptop wie dem MacBook Pro besser bedient. Auch wer sein Laptop in Eigeninitiative nachrüsten möchte, sollte auf ein anderen Laptop ausweichen, denn die einzelnen Bestandteile des Geräts sind so verklebt, dass dies für den Anwender kaum möglich ist. Auch der Akku ist fest verbaut und kann nicht ausgetauscht werden. Schließlich ist vor dem Kauf die Entscheidung zu treffen, ob der einzelne USB-C-Anschluss dem Anwender genügt, oder ob dieser in der Praxis nicht ausreichen wird.

Preis und Versionen

Es gibt zwei Standardversionen des Modells: Zum einen das MacBook mit 1,1 GHz-Prozessor und einer 256 SSD Festplatte sowie 8 GB Arbeitsspeicher; zum anderen legt der Hersteller ein Modell vor, das über 1,2 GHz Prozessorleistung verfügt sowie eine SSD-Festplatte von 512 GB aufweist und ebenfalls 8 GB Arbeitsspeicher bietet. Die Grafikkarte ist bei beiden Modellen gleich, beide Modelle sind mit der Intel Graphics 5300 ausgestattet. Während das einfache Modell 1450 Euro kostet, bietet Apple das Premium-Modell mit 1,2 GHz-Prozessor für knapp 1800 Euro an.

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Fazit

Der Macbook Test hat ergeben, dass das 12 Zoll Macbook für den normalen Anwender ein ausgezeichnetes Produkt darstellt. Nur kleinere Probleme können bei manchen Anwendern auftreten; so ist ein einzelner USB-C-Anschluss für einige User wohl nicht ausreichend. Positiv zu bewerten ist die Akkulanglebigkeit sowie das gestochen scharfe Retina-Display. Für Anwender, die auf ihrem Laptop keine umfangreichen Rechenleistungen benötigen, ist das aktuelle Macbook sicher eine gute Wahl, die qualitativ überzeugt und aufgrund seiner Transportierfähigkeit einen nicht unerheblichen Vorteil gegenüber anderen Modellen besitzt.

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