MacBook Air Test

Das MacBook Air hat sich, seit seiner ersten Präsentation im Jahre 2008 durch Steve Jobs, als Trendsetter durchgesetzt. Dementsprechend waren die Erwartungen hoch, als die neue 7. Generation des MacBook Airs am 7. März 2015 im Rahmen des Spring-Forward-Events der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Doch zur Enttäuschung der Anwesenden hat sich äusserlich nicht viel am Design geändert. Apple ist sich dem Konzept der Vorgängermodelle treu geblieben. Die grössten Verbesserungen fanden an der Technik unter der Haube des Gerätes statt. Bei einem MacBook Test konnte das Notebook überzeugen und beweisen, warum es seines gleichen auf dem Markt sucht und eine Empfehlung Wert ist.
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Design

Das Apple MacBook Air wird in 2 Versionen ausgeliefert: in einer 11,6 Zoll Version, die eher das Format eines größeren Netbooks hat und in einer 13,3 Zoll Version, die mit der Größe eines kleineren Notebooks verglichen werden kann. Das äußere Gehäuse des MacBook Airs besteht aus einem Unibody-Gehäuse, das aus Aluminium angefertigt ist. Unibody bedeutet, dass das Gehäuse aus einem Metallblock, in diesem Fall Aluminium, gefräst wird und nur aus wenigen Teilen besteht. Alle Kabelführungen, sowie Platzhalter für die Hardware, werden mit ausgefräst. Somit kann ein schlankes Gehäuse erstellt werden, das wenig an Gewicht hat. Bei den beiden Modellen bedeutet das 1,08 kg für die kleine Version und 1,35 kg für die große Version.

MacBook Test

Die Tastatur besteht aus 79 Tasten, die nach ISO-Norm beschriftet sind (z. B. für Deutschland ist es ein deutsches Layout mit deutschen Schriftzeichen). Oben befinden sich 12 Funktionstasten, mit denen die Helligkeit des Bildschirms und der Tastatur, sowie die Lautstärke eingestellt werden kann. Andere Funktionen sind direkt mit dem Betriebssystem verknüpft. Rechts unten sind 4 Pfeiltasten, die in der Form eines umgedrehten T angeordnet sind. Die Tastatur selbst hat eine Hintergrundbeleuchtung, die mit einem Umgebungslichtsensor ausgestattet ist. Je nach Licht wird die Beleuchtung der Tastatur heller oder dunkler.

Zur Maussteuerung befindet sich ein Multi-Touch Trackpad unterhalb der Tastatur. Durch unterschiedliche Gesten mit den Fingern können verschiedene Aktionen auf dem Bildschirm ausgelöst werden, die mit jenen eines Smartphones vergleichbar sind. Das Multi-Touch Trackpad ist ein einziger, großer Button, es kann auf der ganzen Fläche angeklickt werden. Jedoch schnitt das Trackpad bei einem MacBook Air Test schlecht ab, da es etwas Gewöhnung braucht, um damit arbeiten zu können. Im Grafikbereich ist das Multi-Touch Trackpad eher weniger geeignet.

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Wie jedes MacBook bei Apple, hat auch das MacBook Air hinten am Bildschirm ein beleuchtendes Apple-Logo. Solange am MacBook irgendwas getätigt wird, bleibt es an. Fällt jedoch das MacBook in den Schlafmodus oder wird der Bildschirm zugeklappt, wird auch das Apple-Logo ausgeschaltet.

Display

Im Gegensatz zum großen Bruder, dem MacBook Pro, hat das MacBook Air kein hochauflösendes Retina-Display. Als Display kommt ein TN-Panel zum Einsatz. Bei einem MacBook Air Test wurde festgestellt, dass der Blickwinkel nicht schlecht ist, da aber die durchschnittliche Helligkeit bei ungefähr 235 cd/m liegt, kann es vorkommen; dass die Reflexionen nicht am spiegelnden Display überstrahlt werden. Die Ausstrahlung ist mehr oder weniger gleichmäßig, nur am unteren Rand gibt es eine leichte Abschattung, was besonders bei einem hellen Hintergrund auffällt.

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Standardmäßig wird vom 11,6 Zoll Display 1366 x 768 Pixel unterstützt, vom 13,3 Zoll Display 1440 x 900 Pixel. Interessant ist, dass das kleinere Display mehr Auflösungen unterstützt als das größere Display. Während die 13,3 Zoll Version nur Auflösungen im 16:10 und 4:3 Seitenverhältnis unterstützt, gibt es bei der 11,6 Zoll Version noch Auflösungen im 16:9 Seitenverhältnis.

Akku

MacBook-Air-TestDer eingebaute Akku ist eine Lithium-Polymer-Batterie, der nicht ausgetauscht werden kann. Das kleinere Modell hat einen Akku von 38 Wattstunden. Laut Apple sollen damit 9 Stunden drahtloses Surfen und 10 Stunden Musik- und Filmwiedergabe drin sein. Beim größeren Modell steckt eine Batterie mit 54 Wattstunden drin, die bis zu 12 Stunden mobiles Vergnügen garantieren soll. Im Standy-Modus soll das MacBook Air sogar bis zu 30 Tage durchhalten. Bei einem MacBook Test stand die Akkuanzeige tatsächlich noch nach 25 Minuten normaler Arbeit bei 100%. Und der Langzeittest zeigte, dass bis zu 9 1/2 Stunden Akkubetrieb drin sind. Wenn ein wenig an der Helligkeit des Displays herumgeschraubt wird, müsste es sogar realistisch sein, an die von Apple angegebenen Zeiten heranzukommen.

Aufgeladen wird der Akku über ein 45W MagSafe 2 Netzteil mit Kabelaufwicklung. MagSafe ist eine Erfindung von Apple, die das Stromkabel über Magnetkraft mit dem MacBook verbindet. Das Stromkabel wird nicht mehr in das Gerät eingesteckt und somit wird verhindert, falls mal vergessen, wird das Kabel herauszuziehen, dass es abbricht und das Notebook von innen beschädigt.

Hardware

Macbook-air-13Der eingebaute Prozessor ist ein 1,6 GHz Dual-Core Intel Core i5 (Turbo Boost bis zu 2,7 GHz) mit 3 MB gemeinsam genutztem L3‑Cache. Der Intel-Prozessor basiert auf der Broadwell-Mikroarchitektur, das heißt, der Prozessor wurde im 14-nm-Verfahren hergestellt. Diese Generation von Prozessoren ist sehr stromsparend und produziert wenig Hitze. Auf einen aktiven Kühler kann so verzichtet werden und er kann durch einen kleineren passiven ersetzt werden. Auf Wunsch bietet Apple auch einen 2,2 GHz Dual-Core Intel Core i7 Prozessor (Turbo Boost bis zu 3,3 GHz) mit 4 MB gemeinsam genutztem L3-Cache an.

Standardmäßig besitzt das MacBook Air 4 GB 1600 MHz LPDDR3 Arbeitsspeicher. Optional werden auch 8 GB angeboten. Entscheiden muss man sich jedoch schon vor dem Kauf, welche Speichergröße man will, da eine spätere Aufrüstung nicht mehr möglich ist. Der Speicher ist fest auf der Platine eingebaut und kann nicht mehr ausgewechselt werden.

Für die Grafik sorgt der Intel HD Graphics 6000, der auch auf der Broadwell-Architektur basiert und wenig Strom verbraucht. Den benötigten Speicher teilt sich der Grafikchip mit dem Hauptspeicher, da er selbst keinen eigenen Grafikspeicher besitzt. In einem MacBook Air Test wurde dann die Performance der Grafikeinheit näher untersucht. Dabei ging es in erster Linie 3-D-Spiele zu testen, da diese Art von Spielen die meiste Rechenpower verbraucht. Das Resultat war eher durchwachsen. Während neuere Spiele durch Ruckeln glänzten, liefen ältere 3-D-Spiele ohne Probleme flüssig ab. Ein weiteres Feature des Grafikchips ist, dass externe 4K Monitore unterstützt werden. Ein weiterer MacBook Test zeigte dann auch, dass der Monitor direkt mit 60 Hz angesteuert wird, was eine ruckelfreie Darstellung garantiert. Ältere MacBook Airs dagegen unterstützten nur 30 Hz.

macbook-air-11_testAusgeliefert wird das MacBook Air mit einer 128 GB oder 256 GB SSD Festplatte. Wie schon beim Prozessor, kann optional auch eine 512 GB Festplatte bestellt werden. Die eingebauten SSD Festplatten sind extrem schnell, in der Praxis macht sich das bemerkbar. Bei einem MacBook Air Test wurde festgestellt, dass man fürs Schreiben über 650 MB/s und fürs Lesen über 1350 MB/s erwarten kann.

Für IP-Telefonie oder Chat mit Bild ist eine 720p FaceTime HD Kamera eingebaut. Wie schon der Name sagt, ist die Kamera für Apple-Dienst FaceTime optimiert, mit dem man Chatten, IP-Telefonie und Videokonferenzen veranstalten kann. Bilder, die mit der Kamera aufgenommen werden, haben eine Auflösung von 1280 × 720 Pixeln, was die unterste Grenze von High Definition ist.

Anschlussmöglichkeiten

Links und rechts am Gehäuse hat das MacBook Air 2 USB 3.0 Ports. Die Anschlüsse haben eine Geschwindigkeit bis zu 5 Gbit/s und sind auch abwärtskompatibel zu Geräten mit älteren USB Protokollen, wie USB 2.0 und USB 1.1.

Neben den beiden USB 3.0 Ports hat Apple dem MacBook Air noch einen Thunderbolt 2 Anschluss spendiert, der Geschwindigkeiten von bis zu 10 Gbit/s erlaubt. Thunderbold ist eine Entwicklung von Intel und Apple , die darauf zielt eine Schnittstelle zwischen Computer, Monitoren und anderen externen Geräten anzubieten. Sie steht in direkter Konkurrenz zur USB 3.0 Technologie. Laut Apple unterstützt der im MacBook Air eingebaute Thunderbolt Port folgende Videoausgänge (entsprechender Adapter wird vorausgesetzt):
DVI-Ausgang mit Mini DisplayPort auf DVI Adapter
VGA-Ausgang mit Mini DisplayPort auf VGA Adapter
Dual-Link-DVI-Ausgang mit Mini DisplayPort auf Dual-Link-DVI Adapter
HDMI Audio- und Videoausgang mit Mini DisplayPort auf HDMI Adapter eines anderen Herstellers

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Zur drahtlosen Kommunikation mit dem Internet hat das MacBook Air eine 802.11ac WLAN Karte eingebaut, die kompatibel mit dem IEEE 802.11a/b/g/n Standard ist. Verbindungen bis zu 600 Mbit/s sind möglich. Geräte, die Bluetooth unterstützen, können über Bluetooth 4.0 mit dem MacBook verbunden werden.

Für die Soundausgabe sind Stereolautsprecher eingebaut. Ein MacBook Test kam zu dem Ergebnis, dass die Musikausgabe nicht schlecht ist, es doch für höheren Soundgenuss Abstriche gemacht werden müssen. Zwei Mikrofone an der rechten Seite sorgen dafür, dass auch Ton aufgenommen werden kann. Falls die Lage es mal nicht erlaubt die Stereolautsprecher zu benutzen, gibt es einen Kopfhöreranschluss, der auch das Apple iPhone Headset mit Fernbedienung und Mikrofon unterstützt.

Das 13,3 Zoll Modell besitzt noch einen SDXC Kartensteckplatz, wo SD-Karten gelesen werden können. Dies ist sehr nützlich, falls mal der Speicher auf der Festplatte nicht ausreicht.

Welche Aufgaben kann ich mit den Mac Book Air erledigen / Zielgruppe

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Das MacBook Air ist in erster Hinsicht für den mobilen Einsatz gedacht. Arbeiten im Internet lassen sich ohne Weiteres erledigen. Streaming von Musik und Videos sind kein Problem.

Für Geschäftsleute, die oft auf Reisen sind, werden ihre Freude an dem Gerät haben. Schon das von Apple mit ausgelieferte Basissoftwarepaket verdeutlicht das. Denn, neben dem Betriebssystem MacOS X El Capitan, enthält das MacBook die von Apple entwickelten Büroapps Pages, Numbers und Keynote.

Pages ist ein Schreibtool, das sich ideal dazu eignet Texte oder Berichte zu verfassen. Mit Numbers lassen sich schnell Tabellen und Diagrammen für die nächste Geschäftsbesprechung erstellen. Und Keynote hilft dabei alles in eine Präsentation zu packen.

Man ist jedoch nicht nur auf Apples Bürosoftware beschränkt, auch Microsoft Office für MacOS X und die freien Officesuiten funktionieren ohne Probleme auf dem MacBook Air.

Für die einfache Foto- und Videobearbeitung eignet sich das MacBook Air auch. Photoshop läuft ohne Probleme auf dem Gerät. Kritisch wird es nur, wenn komplexere Bilder oder Videoprojekte erstellt werden sollen. Dann erreicht das Gerät schnell an seine Grenzen. Komplexe Grafiken, die sehr viel Rechenleistung benötigen, zwingen das Gerät schnell in die Knie. Das gilt auch, wie schon erwähnt, für 3-D Spiele. In diesem Fall ist es besser, sich ein MacBook Pro anzuschaffen.

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Preis und Versionen

Das MacBook Air wird in 2 Versionen angeboten, eine 11,6 Zoll und eine 13,3 Zoll Version. Preislich liegt das 11,6 Zoll MacBook bei ab 999 Euro mit einer 128 GB SSD Festplatte und 1.249 Euro für eine 256 GB SSD Festplatte. Das größere Modell kostet ab ca. 1.099 Euro mit einer 128 GB SSD Festplatte und ca. 1.349 Euro mit einer 256 GB Festplatte.

Falls aber ein MacBook Air mit mehr Rechenleistung erwünscht ist, kann optional ein MacBook mit einem Dual-Core Intel Core i7 mit 8 GB Speicher und einer 512 GB SSD Festplatte bestellt werden. Dann liegt der Preis bei ca. 1.949 Euro.

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Das MacBook Air ist zwar das billigste der MacBook Flotte, besitzt jedoch Eigenschaften, die nicht zu vernachlässigen sind. Das größte Plus des Gerätes ist sein kleines Gewicht und flaches Design. Damit ist es das mobile Gerät schlechthin. Auch die Akkuleistung kann sich sehen lassen. Bis zu 12 Stunden mobiler Spaß sind drin. Obwohl sehr flach gehalten, gibt es 2 USB 3 Ports und ein Thunderbold Port um externe Geräte anzuschließen.

Surfen im Internet, E-Mails schreiben oder anschauen von Videos machen dem Gerät keine Probleme. Die mitgelieferte Bürosuite von Apple macht das MacBook Air interessant für Geschäftsleute. Jedoch für komplexe Videobearbeitung und Spiele ist das Gerät nicht zu empfehlen.Der eingebaute Grafikchip ist einfach zu schwach um komplexe Grafikarbeiten durchzuführen. In diesem Fall ist es besser, sich das stärkere MacBook Pro anzuschaffen.

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